Arbovia · GIS-Anbindung
Baumkontrolle ohne GIS. GIS ohne Datensilos.
Der Baumkontrolleur braucht keine GIS-Kenntnisse, um mit Arbovia zu arbeiten. Und Ihr GIS-Sachbearbeiter braucht kein Arbovia, um mit den Daten zu arbeiten: Jeder Mandant hat einen eigenen OGC-konformen WFS und vollständige Exporte nach GeoPackage, Shapefile und GeoJSON. Beide bekommen, was sie brauchen, ohne dass einer dem anderen im Weg steht.
Zwei Wege zu denselben Daten
Live per WFS
Arbovia → WFS → QGIS. Der Web Feature Service (WFS 2.0) liefert den aktuellen Datenbestand des Mandanten direkt in QGIS oder jedes andere WFS-fähige GIS. Kein Exportstand von letzter Woche, sondern der Bestand, wie er heute im Kataster steht.
Als Datei per Export
Arbovia → GeoPackage → beliebiges GIS. Für Übergaben, Archivstände und Systeme ohne Dienste-Anbindung: Export als GeoPackage, Shapefile oder GeoJSON, jeweils mit sämtlichen Fachattributen (Art, Maße, Kontrollstand, Befunde, Maßnahmen, Fristen).
In QGIS einbinden: fünf Schritte
- In Arbovia unter Export die WFS-Adresse Ihres Mandanten kopieren.
- In QGIS: Layer → Datenquellenverwaltung → WFS / OGC-API-Features.
- Neu klicken, Namen vergeben, die kopierte Adresse einfügen, Version 2.0 belassen.
- Verbinden: Die Baumebene des Mandanten erscheint in der Liste.
- Ebene hinzufügen. Die Bäume liegen lagerichtig über Ihren übrigen Fachebenen.
Danach gilt: Was die Kontrolleure draußen erfassen, sehen Sie in QGIS beim nächsten Aktualisieren. Symbolisierung, Beschriftung und Verschneidung mit eigenen Ebenen (Flurstücke, Leitungen, Spielflächen) bleiben komplett bei Ihnen.
Ganz ohne Netz: Feldarbeit direkt in QGIS
Für Bestände ohne Mobilfunknetz gibt es das Arbovia-Plugin für QGIS, mit dem wir selbst arbeiten: anmelden, Liegenschaften auswählen, Karte samt amtlichem Luftbild als Offline-Kacheln herunterladen. Draußen läuft dann die vollständige FLL-Kontrolle direkt in QGIS, mit Stammdaten, Schadenserfassung, Fotos und dem Pflicht-Urteil zur Verkehrssicherheit. Gespeichert wird offline, hochgeladen, sobald wieder Netz da ist.
Wenn das für Ihren Bestand interessant ist, sprechen Sie uns an. Für die normale Kontrollsaison bleibt der Browser der einfachste Weg, das Plugin ist die Antwort auf Wald, Funkloch und lange Offline-Tage.
Für Planer: der geschützte Wurzelbereich als eigene Ebene
Arbovia berechnet zu jedem Baum den Wurzelbereich nach DIN 18920 und gibt ihn als eigene Ebene aus, als Kartenlayer im Kataster und als Shape-Export für die Planung. Tiefbau, Leitungsträger und Landschaftsarchitekten können Trassen damit gegen den Baumbestand prüfen, bevor der Bagger kommt.
Ihr Baumkataster gehört Ihnen. Nicht Ihrem Softwareanbieter.
Offene Standardformate und ein eigener WFS je Mandant sind keine Komfortfunktion, sondern eine Grundsatzentscheidung: Sie können jederzeit vollständig aussteigen, Ihre Daten in die kommunale Geodateninfrastruktur einbinden oder als Open Data bereitstellen. Ein Kataster, das seine Daten nicht vollständig herausgibt, ist kein Kataster, sondern eine Abhängigkeit.
Häufige Fragen zur GIS-Anbindung
Brauchen unsere Baumkontrolleure QGIS-Kenntnisse?
Nein. Die Kontrolle läuft vollständig in Arbovia im Browser. QGIS ist ein Angebot an Ihre GIS-Stelle, keine Voraussetzung für die Arbeit am Baum.
Welche Koordinatensysteme werden unterstützt?
Gespeichert wird in WGS 84, der WFS und die Exporte lassen sich in QGIS wie gewohnt in Ihr Ziel-Koordinatensystem (z. B. ETRS89/UTM 32) transformieren. Beim Import von Altdaten nehmen wir gängige Systeme wie UTM 32 direkt an.
Kostet der Export extra?
Nein. Vollständiger Export und WFS-Zugang gehören zum Kataster. Datenhoheit mit Aufpreis wäre keine.
Weiterführend: Datenübernahme aus Altsystemen · Anforderungen für die Ausschreibung · Wurzelbereich nach DIN 18920 berechnen