Für Kommunen, Kreise und Betriebe mit Baumkataster
Trockenstressbericht: Wie Ihr Baumbestand die letzten Sommer vertragen hat
Welche Baumarten haben die Dürresommer weggesteckt, welche Stadtteile haben am meisten gelitten, wo lohnt Bewässerung zuerst? Wir beantworten das für Ihren gesamten Bestand aus Satellitendaten: fünf Sommer Rückschau, jedes Jahr fortschreibbar, ohne Befliegung und ohne Feldeinsatz.
Festpreis nach Baumzahl, auf Anfrage. Der Bericht rechnet auf Ihren vorhandenen Katasterdaten und braucht keine Befliegung; entsprechend liegt er preislich weit unter einer Infrarot-Befliegung, die zudem nur einen einzigen Stichtag liefert.
Was Sie bekommen
- Jahresvergleich: Welcher Sommer war das Stressjahr, welcher der beste, und wie passt das zu Regen, Verdunstung und Hitzetagen vor Ort.
- Artenvergleich: Welche Ihrer Baumarten mit trockenen Sommern zurechtkommen und welche tief einbrechen, gemessen an Ihrem Bestand auf Ihren Böden, nicht aus einer Empfehlungsliste anderer Städte.
- Karten je Stadtteil: Belaubung gegenüber dem Mehrjahresmittel in 200-Meter-Zellen. Wo es im Stressjahr am stärksten getroffen hat, und wo es auch in milden Jahren braun bleibt, also der Standort das Problem ist.
- Konsequenzen: Artenwahl für Nachpflanzungen, Prioritäten für Bewässerung und Standortverbesserung, mit Hinweis auf Fördermöglichkeiten.
- Bericht als PDF, in der Regel innerhalb von zwei Wochen nach Datenlieferung; die Ergebnistabellen zu Arten und Gebieten auf Wunsch als Excel.
Und jedes Jahr im Herbst die Fortschreibung mit dem abgeschlossenen Sommer, zu denselben Konditionen. Erst die Zeitreihe zeigt, ob eine Bewässerung oder eine Standortsanierung etwas gebracht hat.
Voraussetzung: Ihre Baumdaten
Der Bericht rechnet auf Ihrem Bestand. Wir brauchen dazu je Baum die Koordinate und die Baumart, gern zusätzlich Kronendurchmesser oder Pflanzjahr. Das liefert jedes Baumkataster als Export, etwa als Shapefile, GeoPackage, CSV oder Excel mit Koordinatenspalten. Wenn Sie nicht sicher sind, welcher Export der richtige ist, schicken Sie uns, was Ihr System hergibt; wir sagen Ihnen, ob es reicht.
Ohne Koordinaten geht es nicht, denn die Satellitenwerte werden je Baumstandort ausgelesen. Ist Ihr Bestand noch nicht digital erfasst, ist die Ersterfassung der erste Schritt. Kunden unseres Katasters Arbovia müssen nichts liefern, dort liegen die Daten schon.
So rechnen wir
Die europäischen Sentinel-2-Satelliten nehmen jeden Ort alle paar Tage mit zehn Metern Bodenauflösung auf. Aus Rot und nahem Infrarot entsteht der Vegetationsindex NDVI, ein Maß für die Dichte grüner Blattmasse. Ein Straßenbaum ist kleiner als ein Satellitenpixel, in seinem Wert stecken Asphalt, Rasen und Nachbarn. Deshalb vergleichen wir keine Absolutwerte, sondern messen für jeden Baum, wie stark ein Sommer vom Mehrjahresmittel desselben Baums abweicht. Die Straße im Pixel war in jedem Jahr dieselbe; der Unterschied kommt vom Baum.
Gemittelt über viele Bäume je Gebiet und Art wird daraus ein belastbares Signal. Wolken und Schatten werden je Pixel ausmaskiert, Jungbäume unter vier Metern Krone bleiben außen vor, und jede Aussage nennt die Zahl der Bäume, auf der sie beruht.
Vom Hotspot zur Ursache: die Diagnose vor Ort
Der Bericht sagt, wo es klemmt. Er sagt nicht, warum. Ein Hotspot ist für uns eine 200-Meter-Zelle mit genug Bäumen, die wiederkehrend schlechter belaubt ist als ihr Mehrjahresmittel, auch in einem milden Sommer. Dann ist das Wetter als Erklärung raus, und der Standort steht im Verdacht.
Genau dort setzt die zweite Stufe an, wenn Sie sie wollen: Ursachendiagnose an den Hotspots. Mit dem Penetrometer messen wir die Bodenverdichtung im Kronentraufbereich, sprechen Boden und durchwurzelbaren Raum an, prüfen Bodenfeuchte, Baumscheibe und Versiegelung. Am Ende steht je Hotspot eine Diagnose mit Maßnahme: Bewässerung, Baumscheibenerweiterung, Bodenlockerung, Substrat, oder die ehrliche Antwort, dass die Art nicht zum Standort passt und die Nachpflanzung anders aussehen sollte.
Die dritte Stufe erledigt der nächste Bericht von allein: Ist die Zelle im Folgesommer aus dem Braun heraus, hat die Maßnahme gewirkt. Das ist der Nachweis, den auch ein Fördermittelgeber sehen will: Die nachträgliche Standortoptimierung zur Erhaltung von Bestandsbäumen ist im KfW-Programm 444 als Maßnahme B.4 förderfähig, auch ohne vorheriges Konzept. Und die Standortvoruntersuchung samt Bodenprobennahme, also genau diese Diagnose, zählt laut KfW-Mindestanforderungen als ergänzende Maßnahme dazu, ebenso Bewässerungstechnik einschließlich Sensorik. Die Frage „Was braucht dieser Standort?“ ist damit selbst förderfähig.
Bericht findet die Hotspots, Diagnose erklärt sie, Förderung bezahlt die Maßnahme, der nächste Bericht belegt die Wirkung. Jede Stufe einzeln beauftragbar.
Was der Bericht nicht kann, und warum wir das offen sagen
Für den einzelnen Baum trifft der Bericht keine Aussage. Wir haben die Satellitenwerte an einem Bestand gegen 457 frische Vitalitätsurteile unserer eigenen Baumkontrolle geprüft: Der Zusammenhang ist statistisch gesichert, aber schwach. Das reicht für Stadtteile, Arten und Jahre, nicht für die Frage, ob ein bestimmter Baum krank ist. Wer Ihnen Einzelbaumdiagnosen aus dem Weltraum verkauft, verkauft Ihnen ein Pixel.
Der Bericht ersetzt keine Regelkontrolle nach FLL und trifft keine Aussage zur Verkehrssicherheit. Er beantwortet eine andere Frage, und die für den ganzen Bestand auf einmal.
Häufige Fragen
Was kostet der Trockenstressbericht?
Der Preis richtet sich nach der Zahl der Bäume im gelieferten Datensatz. Sie nennen uns die Baumzahl, wir nennen Ihnen den Festpreis, auch für die jährliche Fortschreibung. Ein Vergabeverfahren ist dafür in aller Regel nicht nötig; maßgeblich sind die Wertgrenzen Ihrer Beschaffungsordnung.
Welche Daten muss ich liefern?
Je Baum Koordinate und Baumart, als Export aus Ihrem Kataster (Shapefile, GeoPackage, CSV oder Excel). Kronendurchmesser und Pflanzjahr verbessern die Auswertung, sind aber keine Pflicht.
Wie weit reicht die Rückschau?
Sentinel-2 liefert seit 2017 Daten, verlässlich in der aktuellen Qualität seit 2022. Der Erstbericht deckt die Sommer ab 2022 ab, jede Fortschreibung verlängert die Zeitreihe um ein Jahr.
Ist das ein Gutachten?
Nein. Der Bericht ist eine Bestandsauswertung für Planung und Priorisierung: Artenwahl, Bewässerung, Standortverbesserung. Für Verkehrssicherheit und Einzelbaumfragen bleiben Baumkontrolle und eingehende Untersuchung zuständig.
Bericht für Ihren Bestand anfragen
Schicken Sie uns die Baumzahl und einen Datenauszug. Wir sagen Ihnen innerhalb von zwei Arbeitstagen, ob die Daten reichen, und nennen den Festpreis.
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Datengrundlage: Sentinel-2 (ESA/Copernicus), Wetter aus ERA5-Reanalyse. Contains modified Copernicus Sentinel data.